Ungleiche Portionen

Wir kennen richtigen Hunger nicht

Ich kann mich kaum erinnern jemals richtig Hunger gehabt zu haben: Als Kind hatte ich den Luxus jeden Morgen zu einem Frühstück aufzuwachen und zu einem warmen Mittagessen nach Hause zu kommen. Essen war nie etwas über das ich viel nachdenken und mich sorgen musste. Mir fehlte es an nichts. Klar hatte ich auch mal einen knurrenden Magen, jedoch hielt das nie lange an, denn mit ein paar Schritten in die Küche konnte ich ihn beruhigen. Das Gefühl des Hungers als Normalzustand, und die Folgen einer chronischen Mangelernährung am eigenen Leib kenne ich bis heute nicht. Desto unvorstellbarer ist es für mich, dass es noch so viele Kinder in der Welt gibt, die unter Hunger und Mangelernährung leiden und viele davon täglich um ihr Leben kämpfen müssen. Lesen Sie mehr.

Die Kinder hier brauchen besonderen Schutz

Francesca Scarafia koordiniert die Arbeit von Save the Children in der Zentralen Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Halberstadt. © Bastian Strauch / Save the ChildrenÜber die Autorin: Francesca Scarafia ist Standortkoordinatorin der Arbeit von Save the Children in der Zentralen Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Halberstadt, in der momentan rund 600 Menschen leben. Die 31-Jährige hat interkulturelle Mediation und Sprachen in Florenz und Udine studiert und bereits in Italien mit Geflüchteten gearbeitet.

Die Familien hier kommen aus Syrien, aus Afghanistan, Tschetschenien, der Balkanregion, aber auch aus afrikanischen Ländern. Eigentlich sind sie maximal für sechs Monate in der Unterkunft, aber manche bleiben auch länger. Solange ein Kind hier in der Erstaufnahmeeinrichtung wohnt, kann es keine Schule besuchen. Das ist für viele unverständlich. Sie möchten doch lernen! Eine Familie hat zuvor eine Weile in Italien gelebt. Dort gingen die Kinder zur Schule, sie sprechen fließend Italienisch. Sie haben mich gefragt, wieso sie hier nicht lernen dürfen.

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„Ich konnte meine Mutter nicht retten. Sie war krank und konnte das Haus nicht verlassen.“

Seit Ende August die Gewalt in Myanmar eskalierte, sind hunderttausende Rohingya auf der Flucht – darunter zahlreiche Kinder. © Maria de la Guardia / Save the ChildrenÜber den Autor: Mike Novell ist Regionaldirektor für Asien bei Save the Children. Bereits in den frühen 80er Jahren leistete er mit Save the Children Nothilfe für Flüchtlinge, die aus Vietnam nach Indonesien flüchteten.  

Was kann dazu führen, dass mehr als 430.000 Menschen ihr Zuhause und ihr Land verlassen? Und das innerhalb nur weniger Wochen? Angriffe auf ganze Dörfer, Mord und Vergewaltigungen. Von diesen Gräueltaten erzählen uns die Rohingya-Kinder, die mehr als die Hälfte der neuankommenden Flüchtlinge in Cox’s Bazar ausmachen. Vor diesen Schrecken flohen sie aus Rakhine in Myanmar nach Bangladesch.

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Welttag der humanitären Hilfe 2017: #NotATarget

Der Regionalleiter von Save the Children entlädt Boxen mit Spezialnahrung für unterernährte Kinder in der Region Akobo im Südsudan.

13,5 Millionen Menschen in Syrien sind immer noch auf humanitäre Hilfe angewiesen, ein Drittel davon leben in belagerten und schwer zugänglichen Gebieten. Die Hälfte von ihnen sind Kinder. Im Jemen sind es 18 Millionen Menschen, die humanitäre Hilfe benötigen und zusätzlich grassiert dort eine Cholera-Epidemie, an der sich mittlerweile 400.000 Menschen infiziert haben. Am stärksten sind vulnerable Gruppen davon betroffen, darunter die zwei Millionen Kinder, die im Jemen unter Mangelernährung leiden. In den Dürre- und Hungergebieten am Horn von Afrika, im Südsudan und in der Tschadseeregion sind es weitere 20 Millionen Menschen die humanitäre Hilfe benötigen. Zusammengenommen sind das mehr Menschen, als die gesamte Bevölkerung von Spanien. Diese Zahlen alleine müssten eigentlich zu einer weltweiten Welle der Hilfsbereitschaft führen. Geberländer müssten sich in der Verantwortung sehen, die humanitären Hilfspläne vollumfänglich zu finanzieren, und humanitäre Helfer müssten uneingeschränkten Zugang zu den Menschen in Not erhalten, um sie sie mit dem Notwendigsten versorgen zu können. Eigentlich.

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„Ihr ermutigt zur Flucht“ und 4 weitere Gerüchte über unser Rettungsschiff

© Jonathan Hyams/Save the ChildrenÜber die Autorin: Gemma Parkin leitet das Medienteams von Save the Children UK. 2016 war sie Teil der Besatzung unseres Rettungsschiffs „Vos Hestia“ und erlebte die Rettungseinsätze hautnah mit.

Die europäische Flüchtlingskrise ist eine der größten moralische Prüfungen für unsere Generation. Gleichzeitig ist sie ein Beispiel für kompletten politischen Stillstand.

Unser Rettungsschiff „Vos Hestia“ sucht das Mittelmeer nach in Seenot geratenen Flüchtlingsbooten ab – mit dem Ziel Menschen vor dem Ertrinken zu retten. Dabei werden wir jeden Tag mit denselben fünf Vorwürfen konfrontiert. Wir möchten nun die Möglichkeit nutzen und auf einige dieser Vorwürfe antworten.  Denn auch wenn wir nicht die Formel für den Weltfrieden kennen, wir sind davon überzeugt, dass wir mit dem, was wir tun, Leben retten.

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