“Trikots ohne Grenzen”: Wie Fußballtrikots Kindern helfen

Othman, 6, flüchtete mit seiner Familie aus Syrien in den Libanon. Wenn er groß ist, möchte er Profifußballer werden.

Ein Interview mit den Gründern von “Trikots ohne Grenzen” Jens Möller und Thomas Rudolf

Seit 2014 unterstützt die Organisation „Trikots ohne Grenzen“ viele unserer Projekte und konnte auf diese Weise schon zahlreichen Kindern helfen. In den vergangenen drei Jahren erhielten wir dank der Arbeit von Trikots ohne Grenzen bereits über 22.000 Euro an Spendengeldern. Jetzt haben wir Jens Möller und Thomas Rudolf, die Gründer und Geschäftsführer der Organisation, zum Interview getroffen.

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Eine Welt ohne Hunger – utopisch oder machbar?

Abdikadir Apris Adam, 14 months.

3,1 Millionen Kinder sterben pro Jahr an den Folgen von Unterernährung weltweit und rund 159 Millionen Kinder leiden an Wachstumsverzögerung (Stunting). Ganz akut sind davon derzeit Kinder in Somalia, Jemen, Nigeria und im Südsudan betroffen, wo sich derzeit vier parallele Hungerkrisen abspielen. Dort könnten deshalb 1,4 Millionen Kinder aufgrund schwerer, akuter Mangelernährung sterben. Nicht nur das humanitäre System muss daher verbessert werden um die Gefahr von Hungersnot und Hungertod einzudämmen. Bereits vergangene Hungersnöte am Horn von Afrika in den Jahren 2011 und 2003/2004 haben gezeigt, dass die Menschen vor Ort in ihrer Widerstandsfähigkeit gestärkt und lokale Strukturen aufgebaut werden müssen. Gesundheitsversorgung, Bildung und soziale Sicherung sind nur ein paar Beispiele, wie das erreicht werden kann.  Diesen Aufgaben muss sich die deutsche Entwicklungszusammenarbeit- im Rahmen ihrer Bemühungen bis zum Jahr 2030 Hunger zu beenden- annehmen. Lesen Sie mehr.

Verhandlungen, Waffenruhen, Schutzzonen – wann kommt endlich der Frieden für Millionen syrische Kinder?

Der Konflikt in Syrien tobt, und das nun schon in seinem siebten Jahr. Damit dauert er nun schon länger als der Zweite Weltkrieg. Insgesamt 7 Millionen syrische Kinder leben in Armut und kennen nur Gewalt, Unsicherheit, Entbehrung. Ganze 13,5 Millionen Menschen in Syrien sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Und allein seit April sind mehrere Dutzend Männer, Frauen und Kinder in dem vom Krieg zerrütteten Land getötet worden.

Die Friedensverhandlungen in Genf unter der Leitung des UN-Sondergesandten für Syrien, Staffan de Mistura, sind bisher ohne konkretes Ergebnis geblieben. Der Waffenstillstand, der Ende 2016 im kasachischen Astana vereinbart wurde, ist eigentlich keiner – er wird täglich gebrochen; täglich kommt es zu bewaffneten Auseinandersetzungen. Am Ende der mittlerweile fünften Verhandlungsrunde in Astana steht nun die Einrichtung von vier sogenannten Schutzzonen in Syrien. Gebiete, in denen nicht gekämpft werden darf und wo Zivilisten sicher sein sollen vor bewaffneten Angriffen. Auf den ersten Blick mag das eine gute Idee sein, um die Zivilbevölkerung im Land zu schützen. Tatsächlich sind solche Zonen aber kein Garant für Schutz und Sicherheit der Menschen, die sich auf den Weg dorthin machen oder sich dort aufhalten. Im Gegenteil: Sie könnten dort vielmehr gezielt angegriffen werden. Sogenannte Schutzzonen müssten außerdem im Notfall militärisch verteidigt werden, insbesondere wenn nicht alle Konfliktparteien deren Einrichtung zustimmen. In Sachen Schutz und Sicherheit ist dies also Augenwischerei. Lesen Sie mehr.

Ein Brief direkt von der Fluchtroute

Ein Mitarbeiter auf unserem Rettungsschiff Vos Hestia sucht den Horizont ab

Was es bedeutet, Menschenleben auf dem Meer zu retten
Ein Blogbeitrag von Gillian Moyes, Search & Rescue Teamleiterin an Bord der Vos Hestia, des Rettungsschiffs von Save the Children (übersetzt ins Deutsche)

Wie sind sie nur hier gelandet? Das ist eine Frage, die ich mir jedes Mal stelle, wenn ich ein Kind sehe, das aus dem Meer gerettet wurde. Dieses Mal handelt es sich um einen Jungen mit Namen Ali*, vielleicht 17 Jahre alt, der sich gerade in unserer Krankenstation an Bord befindet. Nur wenige Stunden vorher haben wir ihn von seiner lebensgefährlichen Tortur aus dem Meer befreit. Sein ganzer Körper ist aufgrund der akuten Unternährung verkrampft. Er kann kaum sprechen. Als ich ihm helfe, etwas zu essen, kommt er langsam wieder zu Kräften und schafft es, mir ein paar Worte zuzuflüstern. Er zeigt auf seinen verletzten Fuß. Ich verstehe, dass er mir etwas sagen will: Seine Wunden sind das Ergebnis von Folter in Libyen. Mir wird dadurch etwas klarer, warum er hier ist. Ein kleiner Teil des Puzzles ist gelöst.

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Zum Berliner humanitären Appell: Wer Hunger stoppen will, muss Kinder fördern

Hassan (9) aus dem Jemen konnte ein Jahr lang nicht zur Schule gehen, da seine Schule im Krieg schwer beschädigt wurde. In einer Schule in Aden kann er endlich wieder am Unterricht teilnehmen.

Nie hat der Mensch weltweit mehr Lebensmittel produziert als heute – und gleichzeitig sind derzeit 20 Millionen Menschen in Nigeria, Südsudan, Somalia und Jemen vom Hunger bedroht, davon etwa die Hälfte Kinder. Um sich das noch etwas klarer vor Augen zu führen: Das ist so, als würde jeder Mensch in Nordrhein-Westfalen und Berlin aufgrund von Hunger um sein Leben fürchten müssen. 1,4 Millionen Kinder in den betroffenen Regionen könnten sogar sehr bald sterben, weil sie unter akuter, schwerer Mangelernährung leiden. Im Jemen beispielsweise stirbt bereits jetzt alle 10 Minuten ein Kind aufgrund von Mangelernährung und Hunger. Wie kann das alles im 21. Jahrhundert noch passieren? Was können wir tun, um solche Notlagen zu beenden und in Zukunft nicht mehr entstehen zu lassen?

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