Gipfel-Gastgeber Italien: Keine Hilfe für Flüchtlingskinder
Bei den Gesprächen heute, am letzten Tag des G8-Gipfels, sitzen auch afrikanische Regierungschefs mit am Tisch. Zum Beispiel Libyens Staatsoberhaupt Gaddafi. Während Gaddafi als Gast in L’Aquila empfangen wird, schicken italienische Behörden Bootsflüchtlinge aus Libyen zurück in ihre Heimat. Ohne Rücksicht auf Herkunft, Alter und Gesundheitszustand der Flüchtlinge! An Bord sind auch Kinder, die Tausende Kilometer alleine zurückgelegt haben, um mörderischen Konflikten, Armut und Hunger in ihrer Heimat Somalia, Eritrea oder Nigeria zu entkommen. Viele von ihnen sind völlig erschöpft, ausgehungert und traumatisiert, sagen unsere Kollegen vor Ort in Lampedusa. Gipffelgastgeber Italien verstößt damit nicht nur gegen italienische Gesetze, sondern auch gegen internationales Recht, insbesondere gegen die UN Kinderrechtskonvention!!!
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Madeleine Osho-Ogun am Mittwoch, 15. Juli 2009
Was kann man denn von einem Regierungschef erwarten, der seltsamen Umgang mit minderjährigen Mädchen pflegt, keine Aufbauhilfe für die Erdbebenopfer zur Verfügung stellt und Gipfelgegnern sagt, in L’Aquila können sie wenigstens nichts kaputt machen.
In Italien werden Roma und ihre Kinder systematisch von der Regierung ausgegrenzt und in „Lagern“ gehalten. Die Kinder erfahren keinen geregelten Schulunterricht, weil sie aus den Ghettos gar nicht mehr herauskönnen – alles von und durch Berlusconi.
Die Europäische Union muss sich die Frage gefallen lassen, ob sie nicht die Behandlung von Minderheiten (und ganz speziell von Flüchtlingen durch die italienische Regierung) durch Nichtstun unterstützt!
Denkt daran wie beispielsweise in der Frage der Kap Anamur und der Festsetzung des Schiffes durch die italienische Regierung verfahren wurde. Europäische oder gar deutsche Stellen haben rein gar nichts getan.
Es war ein deutsches Schiff, mit deutscher Besatzung und Kapitän. Nicht ein Politiker hat sich gegen das ungerechtfertigte Handeln der Italiener gewehrt.
P.S. In Tschechien sind die Neonazis bereits unterwegs. Kinder von Romafamilien werden gehetzt und zusammengeschlagen – und was passiert deswegen in Europa? NICHTS, die Familien haben erfolgreich in Kanada um Asyl gebeten, in diesem Jahr bereits über Tausend Menschen!