Nigeria und Islamismus
Wenn wir Informationen über Ausschreitungen in fernen Ländern hören, vor allem wenn es sich um „Islamisten“ oder „Fundamentalisten“ handelt ist eigentlich schon alles klar:
- dort geht es drunter und drüber
- da wird nie Ordnung herrschen
- die sind doch selber schuld wenn sie irgendwelchen Sektenheinis hinterher rennen.
Tatsache ist, dass Nigeria als bevölkerungsreichstes Land in Afrika ein Impulsgeber für viele Veränderungen auf dem Kontinent ist.
Viele politischen Strömungen, die in Nigeria aktuell sind erhalten Nahrung von außen (Al-Qaida, Krieg gegen den Terror), viele innere Konflikte beruhen auf der ungleichen Verteilung der Rechte und Ressourcen im Land. Dieser Aufgabe muss sich die nigerianische Regierung stellen.
Viele ausländische Firmen arbeiten in Nigeria und profitieren, auch deutsch Firmen.In Deutschland wird dieses Land als einziger Unruheherd identifiziert. Zurückgeblieben und korrupt. Nigeria hat jedoch eine Herausforderung, vor der Deutschland auch einmal stand. Das heilige römische Reich deutscher Nationen, ein Vielvölkerstaat in der Mitte von Europa, dreißig Jahre durch einen erbitterten Kampf der religiöse und finanzielle Gründe hatte, Grenzkonflikte beinhaltete und durch Streit um Land und Macht das Land zerfraß wurde befriedet. Mehr als zwei Millionen Menschen verloren Ihr Leben. Die an diesen Verhandlungen beteiligten Staaten und deren Unterhändler benötigten allein um den Westfälischen Frieden zu vereinbaren, der ein Meilenstein in der europäischen Geschichte darstellt, mehr als ein Jahrzehnt.
Europa hat sehr lange gebraucht um sich so darzustellen wie wir es kennen. Die Menschen in Afrika beginnen, ihr Geschick in die eigene Hand zu nehmen. Wir sollten begleiten und initiieren, Save the Children ist bereits dabei.
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