Willkommen in der Dollar Street
In der vorigen Woche las ich in einer kurzen Notiz, dass in diesen Tagen die Weltbevölkerung die Grenze zu 7 Milliarden Menschen überschreiten wird. Ein unvorstellbare Zahl, die selbst für die Bewohner großer Städte, in den Millionen von Menschen leben nicht mehr anschaulich ist. Aber – ob anschaulich oder nicht – selbst dieses kleine Beispiel zeigt, dass die moderne Welt mehr denn je in Zahlen beschrieben wird. Auch Save the Children wirbt mit Zahlen um Spenden und zeigt mit welchen vergleichsweise geringen Mitteln erhebliche Wirkungen erzielt werden können.
Aber wir alle besitzen eigentlich keinen wirklichen Sinn für Zahlen. Wenn wir mehr als 5 Gegenstände auf einmal sehen, sind wir darauf angewiesen zu zählen, um heraus zu bekommen wie viele Dinge es tatsächlich sind. Schon vergleichsweise geringe Mengen wie zehn Löffel oder 20 Kugelschreiber können wir also allein mit unserer Intuition nicht mehr erfassen.
Natürlich macht unser Verstand den fehlenden Zahlensinn wett, aber nur zum Teil. Dies ist der Grund dafür, warum wir Zahlen bei so vielen Gelegenheiten in Grafiken umwandeln: Ein Bild sagt mehr als eine Tonne Zahlen. Wenn wir eine Statistik über das durchschnittliche Einkommen pro Kopf und Tag in den verschiedenen Teilen der Welt lesen, dann fällt es uns schwer, aus diesen Zahlen auf die tatsächlichen Lebensumstände eines Menschen zu schließen.Der schwedische Arzt Hans Rosling sammelte viele Jahre Erfahrungen in Entwicklungsprojekten. Dabei stellte sich ihm auch die Frage, wie die vielen Informationen über den Zustand dieser Welt angemessen und prägnant dargestellt werden können. Er gründete dazu die Stiftung Gapminder. Gapminder entwickelt Software, die auf möglichst fassbare Art und Weise die Unterschiede der Lebensumstände in den reichen und den armen Ländern darzustellen versucht. Besuchen Sie den Internetauftritt www.Gapminder.org und Sie haben Zugriff auf eine Fülle sehr gut aufbereiteter Daten.
Unter den vielen Angeboten von Gapminder möchte ich eines hervorheben: Dollar Street. Dollar Street wählt das Bild einer Straße, um die unterschiedlichen Lebensverhältnisse darzustellen. Wenn Sie auf der Homepage von Gapminder.org auf “Downloads” klicken, erhalten Sie einen Hinweis auf Dollar Street. Gapminder beschreibt die Dollar Street so:
„Alle Menschen der Erde leben in Dollar Street, die ärmsten auf der linken und die reichsten auf der rechten Seite. Jeder Andere lebt dazwischen. Dollar Street enthält vollständige Panorama-Aufnahmen von Haushalten mit unterschiedlichem Einkommen. Die aktuelle Version enthält 13 Häuser und 3 Schulen in Mozambique, Südafrika und Uganda. Fahren Sie mit dem Schieberegler nach links und rechts um auf der Straße auf und abzugehen.
Klicken Sie ein Haus an, wenn Sie es betreten möchten und erkunden Sie die unterschiedlichen Bereiche des Haushalts“.
Sie können sich die Schlafgelegenheit, Küche und Toilette, die Garderobe und viele andere Aspekte des täglichen Lebens anschauen. Dollar Street wurde mit Geldern von Save the Children (Rädda Barnen) realisiert.
Technische Hinweise:
Laden Sie Dollar Street.zip auf ihren Rechner.
Entpacken Sie das zip Archiv.
In dem Verzeichnis, in das die Dateien entpackt wurden klicken Sie auf „start.exe“.
Unter Umständen werden Sie aufgefordert, den Flash Player zu installieren. Folgen Sie den dort gegebenen Hinweisen und Empfehlungen.
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