Ein Augenblick Freiheit
Am vergangenen Donnerstag hatte ein Film Premiere, den ich wärmstens empfehlen möchte: „Ein Augenblick Freiheit“. Er erzählt die Geschichte von drei Flüchtlingsgruppen, die aus dem Iran nach Westeuropa fliehen.
Unter anderem begleiten zwei junge Männer zwei kleine Kinder (die Geschwister des einen), um sie zu ihren Eltern nach Österreich zu bringen. Nach einer mühseligen und gefährlichen Flucht durch die Berge stranden alle drei Gruppen in Ankara in einem heruntergekommenen und wenig vertrauenswürdigen Hotel, wo sie auf den positiven Bescheid ihrer Asylanträge warten.
Selten hat mich ein Film so beeindruckt und bewegt, wechselt er doch ständig zwischen Drama und Komödie und schildert die Hoffnungen, Enttäuschungen und Ängste der Asylbewerber auf spannende und berührende Weise. Deutlich wird, was eine solche Flucht für Kinder bedeuten kann – Abschied und Angst, aber auch Abenteuer. Allerdings sind es umgekehrt gerade die Kinder und ihr manchmal spielerischer Umgang mit der Situation, die in den hoffnungslosen und gefährlichen Momenten für ein Lächeln sorgen.
„Ein Augenblick Freiheit“ von Arash T. Riahi wurde international mehrfach ausgezeichnet, und ein großer Erfolg beim Publikum ist ihm definitiv zu wünschen. Laut UNHCR waren letztes Jahr 42 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht. Der Film zeigt anschaulich, welche Einzelschicksale sich hinter dieser abstrakten Zahl verbergen können.
Ein Augenblick Freiheit Titelbild (Copyright Olaf Benold)
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