Gedanken zum Weltkindertag

 Tigabu aus Äthiopien wird mit Spezialnahrung aufgepäppelt

Tigabu aus Äthiopien wird mit Spezialnahrung aufgepäppelt

Alle drei Sekunden stirbt ein Kind. Annähernd neun Millionen Kinder sterben jedes Jahr vor ihrem fünften Geburtstag, die meisten an vermeidbaren Krankheiten, fast alle in Entwicklungsländern. Die Mädchen und Jungen sterben an Krankheiten wie Lungenentzündung (19 %), Durchfall (17 %), Malaria (8 %) und Masern (4 %). Viele Kinder sind unterernährt und dadurch besonders anfällig für Infektionskrankheiten. Häufig werden diese zu spät oder gar nicht erkannt. Meist sind die Familien so arm, dass sie sich medizinische Hilfe nicht leisten können. Die nächste Krankenstation ist oft kilometerweit entfernt, ein Arztbesuch kostet einen ganzen Monatslohn und dringend benötigte Medikamente sind schlicht nicht vorhanden.
Wir haben am 20. September kein Fest gefeiert, kein Konzert veranstaltet und keine Luftballons verteilt. In unseren Projekten haben wir aber Antibiotika an Kinder verteilt, die Lungenentzündung haben. Wir haben Eltern gezeigt, wie sie mit einer einfachen Lösung aus Salz und Zucker ihrem durchfallkranken Kind helfen. Wir haben Malariatabletten ausgegeben und Moskitonetze, und haben erklärt, warum man unter diesen schlafen soll. Wir haben Kinder gegen Masern, Tetanus und Tuberkulose geimpft. Stark unterernährten Kindern haben wir Plumpy’nut, eine kalorien- und eiweißreiche Spezialnahrung gegeben.
Wenn meine Familie und Freunde mich fragen, warum wir am 20. September nichts gemacht haben, kann ich nur sagen, dass wir genau das Gleiche getan haben wie an jedem anderen Tag.

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