Wird alles gut in Afghanistan?

Hunderttausende Kinder in Afghanistan gehen noch immer nicht zur Schule
Jean MacKenzie, die Autorin des Artikels, und die von ihr zitierten Experten zeichnen einen ganz anderes Bild der Stimmung in Afghanistan. Demnach schätzten viele Afghanen in persönlichen Gesprächen, die Lage als äußerst schlecht ein.Der Wissenschaftler und Autor Alex Strick van Linschoten weist darauf hin, wie schwierig es sei, aussagekräftige und repräsentative Umfragen in Afghanistan durchzuführen. Die meisten Afghanen würden nicht sagen, was sie wirklich denken, auch weil sie den Interviewern nicht vertrauten und Spionage befürchteten. Linschoten zufolge sind die meisten Interviews in afghanischen Umfragen gefälscht. Den Interviewern käme es nämlich vor allem auf ihr Honorar an, wahrheitsgemäße Antworten erwarten sie von ihren Gesprächspartnern ohnehin nicht.
Die Umfrage führte die Firma Acsor durch, der Geschäftsführer Matthew Warshaw ist davon überzeugt, dass die Mehrzahl der Interviews korrekt durchgeführt worden sind. Auch er räumt allerdings ein, dass das Ergebnis der Befragung kein aussagekräftiges Abbild der öffentlichen Meinung in Afghanistan ist. Hätte man konkretere und detailliertere Fragen gestellt, wäre man wahrscheinlich zu deutlich abweichenden Ergebnissen gekommen, so Warshaw.
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