Weltwassertag in Haiti

Vania und Gael teilen sich eine Dusche mit 2000 Menschen
Stellen Sie sich vor, Sie müssen dringend zur Toilette, aber die Schlange vor Ihnen ist mehrere hundert Meter lang. Sie möchten duschen oder baden, müssen sich die Wanne allerdings mit 2000 Menschen teilen. Das ist – auch Wochen nach dem Erdbeben in Haiti Alltag für Zehntausende Familien. Die elfjährige Vania und der fünfjährige Gael haben Glück: Im La Cours Issa Notlager, in dem sie seit dem Beben wohnen, gibt es dank der Arbeit von Save the Children immerhin 10 Latrinen und vier Duschen für die Bewohner.
Sauberes Wasser ist kostbar, hier in Carrefour Feuilles – und es ist überlebenswichtiger denn je. Denn in Haiti hat die Regenzeit begonnen. Im Süden des Landes sind ganze Landstriche bereits überschwemmt. Krankheiten wie Durchfall, Malaria und Atemwegserkrankungen sind auf dem Vormarsch. Babys und Kinder in den völlig überfüllten Notlagern, sind die ersten, die krank werden. Sie müssen oft nur durch dünne Plastikplanen notdürftig gegen den Regen geschützt auf dem kalten, feuchten Boden schlafen. Überall türmen sich Müllberge. Save the Children versorgt Mütter und Neugeborene in speziellen Babyzelten mit sauberem Wasser, baut Latrinen und verteilt Seife, Eimer und Wasserbehälter.
Die Krise in Haiti ist noch längst nicht vorüber. Jetzt kommt es darauf an, eine zweite Katastrophe zu verhindern. Helfen Sie uns, langfristige und nachhaltige Hilfe zu leisten, damit Kinder wie Vania und Gael eine Zukunft haben.
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