Viele Versprechungen aber wenig Hoffnung – die Bilanz des Armutsgipfels

Was ist eigentlich das Ergebnis des Armutsgipfels in New York? Im Grunde genommen ging das Millenium-Gipfeltreffen gestern mit vielen Versprechungen und wenigen Zusagen zu Ende.

Angela Merkel erkennt zwar, dass “für die Entwicklungsländer ohne eigenes Wirtschaftswachstum der Weg aus der Armut und dem Hunger steil bleiben wird”, dennoch ist das Tempo der entwicklungspolitischen Anstrengungen viel zu langsam. Save the Children appelliert an die Regierungschefs: „run, don’t walk!“ Es muss uns gelingen, die Kindersterblichkeit viermal schneller zu senken als bisher. Nur dann kann 2015 die Ziellinie erreicht werden.

Die Bundesregierung und die Staats- und Regierungschefs der anderen Länder, dürfen nach dem UN-Millenniumsgipfel nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Um Kinder- und Müttersterblichkeit bis 2015 zu senken und 15 Millionen Kinderleben zu retten, muss das Tempo drastisch erhöht werden. Weltweit sterben mehr als acht Millionen Kinder jährlich vor ihrem fünften Geburtstag, die meisten sterben an Unterernährung und an vermeidbaren Krankheiten wie Lungenentzündung, Durchfall oder Malaria.

Kathrin Wieland, deutsche Geschäftsführerin von Save the Children, fordert: “Die Industrieländer müssen die notwendigen Gelder zur Verfügung stellen und die Entwicklungsländer ihre Politik ändern. Bei den Milleniumszielen handelt sich nicht um ein Menü, aus dem man sich die Rosinen rauspicken kann. Millionen Kinderleben hängen davon ab.“

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