Ein kleines Wunder

Bhagawati mit ihrer jüngsten Tochter  Arati vor den Trümmern ihres Heimatdorfs.

Bhagawati lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Malamchi in der Provinz Sindhupalchok, Nepal. In dieser Region wurden nahezu alle Häuser zerstört, auch das von Bhagawati. Als es einstürzte, befand sich ihre Tochter im obersten Stockwerk.

„Ich war gerade mit drei meiner Kinder draußen, als das Erdbeben begann“, berichtet Bhagawat. „Meine jüngste Tochter Arati schlief in einem der oberen Räume – innerhalb von Minuten war unser Haus ein Trümmerhaufen.”

“Ich fing panisch an Steine und Holz zur Seite zu räumen, um zu Arati zu gelangen. Mein Schwager kam und zog mich weg. Es sagte, sie wäre tot. Es gäbe keinen Zweifel. Ich schrie ihn an, dass ich wenigsten ihr Gesicht sehen wolle. Auch wenn sie tot sei, müsste ich sie in meinen Armen halten.

Er half mir, die Steine wegzuräumen und wir fanden sie – von Staub bedeckt, sie bewegte sich nicht. Ich hob sie hoch und rannte den Berghang hinunter zum Krankenhaus, das eine Stunde von uns entfernt liegt.

Nach drei Stunden kam sie wieder zu Bewusstsein. Ich konnte es kaum glauben. Sie hatte ein gebrochenes Bein, einen gebrochenen Brustkorb und Beulen an ihrem kleinen Körper – doch sie lebte. Es ging ihr gut.

Insgesamt wurden bei den Erdbeben am 25. April und 12. Mai mehr als 750.000 Häuser zerstört oder beschädigt. Mehr als 8.000 Menschen kamen ums Leben. Save the Children ist vor Ort, um Kindern und ihren Familien zu helfen. Mehr zu unserer Nothilfe erfahren sie auf unserer Website.

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