'Afghanistan'

“Wenn ich einmal groß bin…”

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Unsere Mitarbeiterin Julia Meixner ist für zwei Wochen in Afghanistan unterwegs und besucht dort Projekte von Save the Children:

“Heute ist unser zweiter Tag in Mazar-e-Sharif, im Norden Afghanistans, direkt an der Seidenstraße. Bekannt ist die Stadt in Deutschland vor allem, weil dort Bundeswehrsoldaten stationiert sind.

Wir hatten heute die Möglichkeit eine ganz andere Seite der Stadt kennenzulernen, eine, die weit weg vom allgegenwärtigen Krieg Hoffnung macht. Die Probleme hinsichtlich Bildung und Erziehung sind in Afghanistan vielschichtig. Sei es der Zugang zu Schulen überhaupt, die Qualität des Unterrichts oder der Zustand der Schulgebäude. Save the Children fördert im Rahmen des Projektes “Violence Free Schools” hier 20 Schulen. Das ist dringend nötig wenn man bedenkt, dass Gewalt gegen die Kinder hin Afghanistan den Schulalltag beherrscht. Unsere Kollegen haben uns heute drei der Schulen vorgestellt.

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Neues “Kinder der Welt” Magazin jetzt online

Zwischen Leben und Tod liegen 4.800 Kilometer: In Deutschland betreuen Hebammen, Krankenschwestern und Ärzte schwangere Frauen rund um die Uhr. Dementsprechend liegen die Mütter- und Kindersterblichkeit praktisch bei Null. In Afghanistan dagegen sterben täglich 50 Frauen während der Schwangerschaft oder der Geburt. Die Kindersterblichkeit ist die höchste der Welt: Ein Viertel aller Kinder erleben ihren fünften Geburtstag nicht, weil einfachste Krankheiten nicht erkannt und behandelt werden.

Save the Children hat deshalb jetzt die erste Hebammenschule in Afghanistan mit aufgebaut. Mädchen und Frauen lernen dort alles über die Versorgung von Schwangeren, Müttern und Neugeborenen. Am Ende ihrer Ausbildung tragen die Hebammen ihr erworbenes Wissen zurück in ihre Dörfer. Für Afghanistan bedeutet das eine kleine Revolution. In der Titelgeschichte unseres Magazins Kinder der Welt erfahren Sie mehr über die Hebammenschule und über unsere Gesundheitsprogramme in den abgelegenen Dörfern im Norden des Landes. Außerdem im neuen Kinder der Welt: “Schüler in Deutschland sammeln Spenden für Erdbebenopfer” und “Langfristig und nachhaltig: Wiederaufbauhilfe für Haiti.”

Das Heft zum Download finden Sie hier.

Frauentag in Afghanistan

Immer noch selten: Mädchen in einer Schule in  Afghanistan

Immer noch selten: Mädchen in einer Schule in Afghanistan

Das Leben von Frauen in Afghanistan ist auch neun Jahre nach dem Fall des Taliban-Regimes hart. Jedes achte Mädchen kann weder lesen noch schreiben. Noch immer gehen 1,8 Millionen Kinder nicht zur Schule, zwei Drittel davon sind Mädchen.

„Wenn wir mehr Mädchen in die Schule schicken wollen, muss gewährleistet sein, dass der Schulweg sicher ist, dass es eigene Waschräume für Mädchen gibt und genug Lehrerinnen ausgebildet werden“, sagt Sara Persson, die für Save the Children in Afghanistan arbeitet. „Manchmal scheitert ein Projekt, weil simple Kleinigkeiten wie eine Schutzwand um das Schulgebäude fehlen. Dann schicken die Eltern ihre Töchter nicht zum Unterricht.“


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“Wir arbeiten nicht mit Militär zusammen”

Sara Persson, Mitarbeiterin von Save the Children Schweden in Kabul.

Sara Persson arbeitet seit zwei Jahren für Save the Children in Afghanistan. Bei einem Besuch in Berlin berichtet sie über ihre Arbeit am Hindukusch und die Situation der Kinder vor Ort. Zur aktuellen Debatte über eine verstärkte Zusammenarbeit von Hilfsorganisationen mit den NATO-Streitkräften äußert sie sich kritisch: “Wir arbeiten in Afghanistan nie mit den Militärs zusammen. Wir selbst und die Menschen, denen wir helfen, würden zu einem Angriffsziel. Die Bedrohung wäre dann noch viel größer, als sie ohnehin schon ist.”

Im Tagesspiegel fordert Christa Dammermann, Leiterin Programme bei Save the Children Deutschland, eine langfristige Aufbauperspektive für das Land. „Das Geld muss dahin fließen, wo es dringend gebraucht wird, und das sind zumeist abgelegene ländliche Gebiete und nicht solche, in denen ausländische Truppen stationiert sind.“