'Erdbeben in Haiti'

Hilfe für Haiti – kurzfristig und langfristig

Heute beginnt in der kanadischen Stadt Montréal die erste Wiederaufbau-Konferenz für das vor knapp zwei Wochen von einem Erdbeben verwüstete Haiti. Dort treffen sich mehrere Geberländer, unter anderem die USA, Kanada und Frankreich, um die Hilfen für den Karibikstaat besser koordinieren zu können. Auf einer weiteren Konferenz im März soll dann über zusätzliche finanzielle Hilfen für Haiti entschieden werden.

Save the Children konnte bereits mehr als 90.000 Kindern und Erwachsenen im Katastrophengebiet in und um die haitianische Hauptstadt Port-au-Prince helfen. Wir liefern Nahrung, Wasser, Arzneimittel, unsere medizinischen Notfallteams leisten Soforthilfe. Wir verteilen Pakete mit wichtigen Hygieneartikeln, helfen dabei, sichere Unterkünfte aufzubauen und Schutzzonen („Child Friendly Spaces“) einzurichten, in denen Kinder vor Gefahren geschützt sind und zumindest für einige Momente den Schrecken des Erdbebens vergessen können. Neben dieser schnellen Reaktion auf die Katastrophe arbeiten wir an einem auf mindestens fünf Jahre angelegten Wiederaufbau-Plan für Haiti, um Kindern und ihren Familien ein besseres Leben zu ermöglichen.

Unternehmen helfen Kindern in Haiti

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Über eine Woche ist es jetzt her, dass das Erdbeben Haiti erschüttert hat. Wir aus der Abteilung „Corporate Partnerships“ haben sofort mit unseren Unternehmenspartnern Kontakt aufgenommen und sie um Unterstützung gebeten. Viele Firmen waren spontan bereit, uns zu helfen. Dabei geht es nicht allein um Spendenzusagen, denn auch darüber hinaus gibt es viele Möglichkeiten, sich zu engagieren. Einige Unternehmen schalten Banner und verlinken zu unseren Online-Spendenformular oder rufen ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Spenden auf. Wir sind beeindruckt von der schnellen Hilfe, den unkomplizierten Abstimmungen und dem uns entgegengebrachten Vertrauen. An dieser Stelle auch im Namen aller Kollegen vor Ort schon einmal vielen Dank an alle Unterstützerinnen und Unterstützer!

Für alle, die uns helfen möchten, noch mehr Kindern in Haiti zu helfen: Hier gibt es Fotos, Textbausteine und Banner zum Downloaden, Veröffentlichen und Verlinken :

http://www.savethechildren.de/partner-werden/soforthilfe-haiti/

Keine vorschnellen Adoptionen in Haiti

Save the Children Haiti
[Foto: Antonio Bolfo/Getty Images for Save the Children]

In den Berichten der Fernsehsender über die Katastrophe in Haiti sind auch immer wieder kleine Kinder zu sehen, die ohne Begleitung durch die Straßen laufen, allein für Essen anstehen und, zumindest auf den ersten Blick, keinen Kontakt mehr zu ihren Eltern und Verwandten haben. Wir warnen aber davor, diese Kinder vorschnell zu Waisen zu erklären und zur Adoption freizugeben. Denn bevor nicht zweifelsfrei geklärt ist, ob doch noch Eltern oder Verwandte am Leben sind, ist eine Auslandsadoption für die Kinder ein kaum zu kalkulierendes Risiko. Schon vor dem Erdbeben brachten viele Eltern ihre Kinder in Haitis Waisenhäuser, weil sie diese nicht mehr versorgen konnten.

In Haiti kümmern wir uns zurzeit um den Schutz jener Kinder, die ihre Eltern verloren haben oder von ihnen getrennt wurden. Wir versuchen, überlebende Angehörige zu finden. Die Vereinten Nationen haben uns damit beauftragt, Schutzzentren für Kinder im Erdbebengebiet aufzubauen.

Melody im Auffanglager

Melody, ein kleines Mädchen von fünf Jahren, flüchtete sich mit ihrer Mutter in ein provisorisches Auffanglager, welches auf einem Kirchhof errichtet wurde. Dieses sehr einfache Obdach befindet sich auf einem offenen Gelände, weit weg von Gebäuden, die vielleicht noch einstürzen könnten.
Das Lager beherbergt, wie viele hundert andere Lager, die wie Pilze rund um Port-au-Prince aus dem Boden gestampft wurden, Menschen, die all ihr Hab und Gut während des Erdbebens verloren haben.
Ohne ausreichenden Zugang zu Wasser, Nahrung und medizinischer Versorgung harren die Menschen dort in ihrer Not aus.
Nur wenige Dinge konnten aus den zerstörten Häusern gerettet werden. Alles ist sehr beengt und es gibt nicht genügend sanitäre Einrichtungen vor Ort.
Die Kinder haben keinen Platz zum Spielen, geschweige denn Spielzeug.

Bitte helft mit, die Situation in den Auffanglagern zu verbessern und das Leben von Melody und den anderen Kindern wieder in geregelte Bahnen zu bringen.

Jetzt Spenden!

Friedrich-Ebert-Gymnasium Bonn startet Spendenaktion für Haiti

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Die Katastrophe in Haiti ist zurzeit Gesprächsthema Nr.1. Als Mitarbeiterin einer Kinderrechtsorganisation werde ich natürlich häufig auf die Lage dort angesprochen. Besonders freut es mich, dass mein ehemaliges Gymnasium (www.feg-bonn.de) in Bonn nun meine Unterstützung für eine Spendenaktion gesucht hat. Nora (siehe Bild), eine Schülerin der Oberstufe, schrieb mir: “Von der Minute an, in der ich von der Katastrophe in Haiti erfuhr, hatte ich das dringende Bedürfnis zu helfen und ich hatte das Gefühl, dass dies auch auf mehrere meiner Mitschüler zutreffen müsste.“

Da sich die Lage mit dem zweiten Beben nun noch mehr zuspitzt, freuen wir uns natürlich besonders über jede weitere Unterstützung. Wir sind schon gespannt auf weitere Nachrichten aus Bonn, die uns von dem Fortschritt und Erfolg der Spendenaktion berichten.