Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel reist zurzeit durch Afrika, besucht die Länder Ruanda, Kongo und Mosambik und will sich nach eigenem Bekunden dort darüber informieren, welche Fortschritte die Bekämpfung der Armut macht und wie Deutschland “Hilfe zur Selbsthilfe” leisten kann. Klingt erstmal wenig spektakulär. Dennoch interessieren sich nicht nur viele Medien für die erste Auslandsreise des Ex-FDP-Generalsekretärs, auch Vertreter von Entwicklungshilfeorganisationen beobachten genau, was er sagt und was er tut. Der Grund dafür ist Niebel selbst.
Denn bevor er von Kanzlerin Merkel als Minister berufen wurde, hatte Niebel mehrfach gefordert, das Entwicklungsministerium abzuschaffen. In einem seiner ersten Interviews als Minister forderte Niebel, sämtliche Zahlungen an China zu streichen. Und jüngst sagte er, dass man sein Ministerium erstens nicht als “Welt-Sozialamt” begreifen solle und dass zweitens Hilfsorganisationen etwa in Afghanistan viel enger mit der Bundeswehr und anderen westlichen Truppen zusammenarbeiten sollten, als sie es bisher tun.
Viele NGO-Vertreter halten halten Niebels Forderungen für gefährlich. Warum sie das so sehen, erfahren Sie in diesem kurzen TV-Beitrag, der gestern in der ZDF-Sendung “Berlin direkt” lief.
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