Tag: Flucht

Flüchtlingsschicksale: Das Sterben muss aufhören!

Ein junger Mann betet, nachdem er die rettende Küste Griechenlands erreicht hat.

Philipp Hedemann ist freier Journalist. Er schreibt unter anderem für die Welt, die Neue Zürcher Zeitung am Sonntag und den Wiener Standard. Er recherchierte im November auf den griechischen Inseln, an der serbisch-mazedonischen Grenze und in Belgrad zur Flüchtlingskrise.

„Ich habe ihrer Mutter doch versprochen, dass ich gut auf sie aufpassen werde. Und jetzt, und jetzt…“ Alim* kann den Satz nicht zu Ende sprechen. Als er auf sein Telefon guckt, bricht der 33-Jährige in Tränen aus. Auch mir kommen die Tränen.

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Diese Kinder haben alles verloren – und trotzdem glauben Sie immer noch an die Zukunft und an Menschlichkeit

Die Brüder Achmed* (12) und Omar* (11) sind mit ihrer Familie aus Homs, Syrien, nach Deutschland geflohen. © Chris de Bode/ Save the ChildrenÜber die Autorin: Sabine Copinga arbeitet als Kommunikationsberaterin in den Niederlanden. Ende September besuchte sie Flüchtlingsunterkünfte in Berlin.

In den letzten Wochen habe ich die Berichterstattung mit purem Entsetzen verfolgt: Bilder von verzweifelten Familien in überfüllten Booten, ein Exodus von Menschen, die versuchen, sich nach Europa zu retten, Kinderleichen, die an Strände gespült werden, an denen andere Kinder in diesem Sommer Sandburgen gebaut haben. Die Tragödie war überwältigend und die Zahlen überstiegen jede Vorstellung.

Ich weiß nicht, was mich mehr schockierte: die Bilder der Verzweiflung oder die europäischen Entscheider, die jedwede internationale Konvention oder öffentliche Meinung vergessen zu haben schienen.


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Menschen wie Du und ich – Was Save the Children-Mitarbeiter am Wochenende so treiben

Bidjan Nashat, Weneta Suckow und Robin Schulz-Algie (von links)

Über den Autor: Bidjan Nashat leitet die Programmabteilung von Save the Children Deutschland. Gemeinsam mit Weneta Suckow und Robin Schulz-Algie ist er dort u.a. für die Flüchtlingsarbeit von Save the Children verantwortlich.

Um es gleich vorweg zu nehmen: Nein, wir sind keine Heiligen und ja, wir haben auch noch ein Leben jenseits der Rettung von Kindern in aller Welt. Trotzdem ist auch uns vom Berliner Büro ein ehrenamtlicher Einsatz „im Feld“ hin und wieder sehr wichtig. Und das bedeutet eben nicht immer, eine Reise in ein Flüchtlingslager nach Jordanien zu unternehmen.


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Auch Deutsche waren schon mal Flüchtlinge

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Kathrin Wieland ist Geschäftsführerin von Save the Children Deutschland. Auf diesem Blog erzählt sie regelmäßig von ihrer Arbeit und der Arbeit ihrer Kollegen in Krisenregionen weltweit.

Mich persönlich beschäftigt das Flüchtlingsthema schon sehr lange. Wie so viele in der Generation meiner Eltern war auch meine Mutter ein Flüchtling. Bis heute erwähnt sie häufig, wie sehr sie darunter gelitten hat, vor allem in der Schule als Mensch zweiter Klasse behandelt worden zu sein. Nein, man hat sie nicht mit offenen Armen empfangen, und das, obwohl hier Deutsche zu Deutsche kamen – sie wurden beschimpft und diskriminiert. Kommt Ihnen das auch bekannt vor?


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Ukraine: Jenseits des politischen Konflikts

Eine zerstörte Schule

Wenn ich an meine Kindheit denke, dann denke ich automatisch an aufgeschlagene Knie. Eine junge Mutter in der Ukraine hat meiner Kollegin vor Ort neulich von den aufgeschlagenen Knien ihrer Tochter erzählt. Allerdings kamen die nicht vom Spielen, sondern davon, dass sie immer wieder auf den Treppen hinfiel, wenn sie sich vor dem Bombenalarm in den Keller flüchten musste. 1,7 Millionen Kinder sind von dem Krieg in der Ukraine betroffen.


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