Tag: Haiti

Spannende Wochen

Mitte Januar habe ich mein Praktikum bei Save the Children im Spenderservice gestartet. Ich komme aus Bremen und habe dort letztes Jahr Abitur gemacht. Nach dem Abitur bin ich viel gereist, wollte studieren, war mir aber nicht sicher welches Studium das Richtige für mich ist. Für das Praktikum bei Save the Children und den damit verbundenen Umzug nach Berlin habe ich mich entschieden um fern von zu Hause Erfahrungen in einer NGO zu sammeln. Und bis jetzt bin ich sehr glücklich mit meiner Entscheidung.


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Kinder in Haiti brauchen besonderen Schutz

Kinder in Haiti brauchen dringend Schutz
Port-au-Prince ist plötzlich ganz nahe bei Berlin: Täglich erreichen mich neue Nachrichten aus dem Katastrophengebiet. Etwa eine Million Kinder in Haiti wurden durch das schwere Erdbeben von ihren Eltern getrennt, oder haben einen oder beide Elternteile verloren. Als Kind in Haiti aufzuwachsen war schon vor dem Erdbeben sehr schwierig und häufig mit harter Arbeit und großen Entbehrungen verbunden. Jetzt brauchen die Kinder in Haiti neben medizinischer Versorgung, Nahrung und sauberem Wasser vor allem auch Schutz. Sie sollen nach den traumatischen Erlebnissen so bald wie möglich wieder in Sicherheit und Geborgenheit leben können. Save the Children hat in Port-au-Prince und Jacmel insgesamt 32 Kinderschutzzentren eingerichtet. Für über 8.000 Kinder gibt es dort die Möglichkeit, zu spielen und zu lernen und damit zu beginnen, die schrecklichen Erlebnisse und ihre Trauer zu verarbeiten. Mein Engagement bei Save the Children Deutschland bietet mir die Chance, die Kinder in Haiti in dieser schweren Krisenzeit direkt zu unterstützen. Wichtig ist mir, dass wir diese Kinder auch nicht aus den Augen verlieren, wenn die mediale Aufmerksamkeit nachlassen wird.

Hilfe für Haiti – kurzfristig und langfristig

Heute beginnt in der kanadischen Stadt Montréal die erste Wiederaufbau-Konferenz für das vor knapp zwei Wochen von einem Erdbeben verwüstete Haiti. Dort treffen sich mehrere Geberländer, unter anderem die USA, Kanada und Frankreich, um die Hilfen für den Karibikstaat besser koordinieren zu können. Auf einer weiteren Konferenz im März soll dann über zusätzliche finanzielle Hilfen für Haiti entschieden werden.

Save the Children konnte bereits mehr als 90.000 Kindern und Erwachsenen im Katastrophengebiet in und um die haitianische Hauptstadt Port-au-Prince helfen. Wir liefern Nahrung, Wasser, Arzneimittel, unsere medizinischen Notfallteams leisten Soforthilfe. Wir verteilen Pakete mit wichtigen Hygieneartikeln, helfen dabei, sichere Unterkünfte aufzubauen und Schutzzonen („Child Friendly Spaces“) einzurichten, in denen Kinder vor Gefahren geschützt sind und zumindest für einige Momente den Schrecken des Erdbebens vergessen können. Neben dieser schnellen Reaktion auf die Katastrophe arbeiten wir an einem auf mindestens fünf Jahre angelegten Wiederaufbau-Plan für Haiti, um Kindern und ihren Familien ein besseres Leben zu ermöglichen.

Unternehmen helfen Kindern in Haiti

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Über eine Woche ist es jetzt her, dass das Erdbeben Haiti erschüttert hat. Wir aus der Abteilung „Corporate Partnerships“ haben sofort mit unseren Unternehmenspartnern Kontakt aufgenommen und sie um Unterstützung gebeten. Viele Firmen waren spontan bereit, uns zu helfen. Dabei geht es nicht allein um Spendenzusagen, denn auch darüber hinaus gibt es viele Möglichkeiten, sich zu engagieren. Einige Unternehmen schalten Banner und verlinken zu unseren Online-Spendenformular oder rufen ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Spenden auf. Wir sind beeindruckt von der schnellen Hilfe, den unkomplizierten Abstimmungen und dem uns entgegengebrachten Vertrauen. An dieser Stelle auch im Namen aller Kollegen vor Ort schon einmal vielen Dank an alle Unterstützerinnen und Unterstützer!

Für alle, die uns helfen möchten, noch mehr Kindern in Haiti zu helfen: Hier gibt es Fotos, Textbausteine und Banner zum Downloaden, Veröffentlichen und Verlinken :

http://www.savethechildren.de/partner-werden/soforthilfe-haiti/

Keine vorschnellen Adoptionen in Haiti

Save the Children Haiti
[Foto: Antonio Bolfo/Getty Images for Save the Children]

In den Berichten der Fernsehsender über die Katastrophe in Haiti sind auch immer wieder kleine Kinder zu sehen, die ohne Begleitung durch die Straßen laufen, allein für Essen anstehen und, zumindest auf den ersten Blick, keinen Kontakt mehr zu ihren Eltern und Verwandten haben. Wir warnen aber davor, diese Kinder vorschnell zu Waisen zu erklären und zur Adoption freizugeben. Denn bevor nicht zweifelsfrei geklärt ist, ob doch noch Eltern oder Verwandte am Leben sind, ist eine Auslandsadoption für die Kinder ein kaum zu kalkulierendes Risiko. Schon vor dem Erdbeben brachten viele Eltern ihre Kinder in Haitis Waisenhäuser, weil sie diese nicht mehr versorgen konnten.

In Haiti kümmern wir uns zurzeit um den Schutz jener Kinder, die ihre Eltern verloren haben oder von ihnen getrennt wurden. Wir versuchen, überlebende Angehörige zu finden. Die Vereinten Nationen haben uns damit beauftragt, Schutzzentren für Kinder im Erdbebengebiet aufzubauen.