„Gesunde Städte“ – Das Beispiel Delhi

Während eine Hälfte des Erdballs zeltender Weise mit größter Spannung dem neuen „Must Have“- Spielzeug von Apple entgegenfiebert, fehlt Millionen Menschen tagtäglich die alles entscheidende App – Zugang zu medizinischer Grundversorgung! Heute ist „Weltgesundheitstag“, ein Tag, an dem die WHO, Weltgesundheitsorganisation, ihrem Bestehen seit 1948 gedenkt. Unter dem Motto „Gesunde Städte“ sind dieses Jahr Aktive auf der ganzen Welt gefragt, ihre Ideen zu „Gesundung“ ihrer Heimatstadt zu präsentieren.
Wie zwiegespalten die Lage gerade in Großstädten ist, zeigt das Beispiel Dehli. Zwar arbeiten dort in hochmodernen Kliniken die besten Ärzte des Landes, dennoch sterben hier noch immer fast 10 % der Kinder unter 5. Eine tödliche Schere zwischen Arm und Reich.
Jeder vierte Haushalt der Stadt hat kein fließendes Wasser, jeder fünfte keine eigene Toilette. Tausende Kinder sterben jedes Jahr im Säuglingsalter an den Folgen einer Durchfallerkrankung, entstanden durch unzureichende Hygiene. Tendenz steigend…

Mangelnde Ressourcen der Stadt scheinen als Begründung schleierhaft, werden doch derzeit Millionen Dollar in die Vorbereitung der Commonwealth Games investiert.
Der indische Geschäftsführer von Save the Children bezeichnet die Kluft zwischen den gesellschaftlichen Schichten als Tragödie. Die ärmsten Familien leben inmitten der wachsenden Stadt in Slums, ihnen fehlt der Zugang zu Nahrungsmitteln und einfachster medizinischer Versorgung. Save the Children engagiert sich seit fast 90 Jahren für die Mädchen und Jungen in Indien und stellt sich so auch den Herausforderungen in den Ballungszentren des Landes. Seit 2008 ist Save the Children in Indien eine eigenständige Organisation, mehr unter www.savethechildren.in.

Trackback

Verlinken Sie diesen Artikel:

http://www.savethechildren-blog.de/2010/04/%e2%80%9egesunde-stadte%e2%80%9c-%e2%80%93-das-beispiel-delhi/trackback/

Kommentar schreiben