Immer mehr Naturkatastrophen

Wiederaufbauhilfe in Haiti
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Wiederaufbauhilfe in Haiti

Port-au-Prince ist plötzlich ganz nahe bei Berlin: Täglich erreichen mich neue Nachrichten aus dem Katastrophengebiet. Etwa eine Million Kinder in Haiti wurden durch das schwere Erdbeben von ihren Eltern getrennt, oder haben einen oder beide Elternteile verloren. Als Kind in Haiti aufzuwachsen war schon vor dem Erdbeben sehr schwierig und häufig mit harter Arbeit und großen Entbehrungen verbunden. Jetzt brauchen die Kinder in Haiti neben medizinischer Versorgung, Nahrung und sauberem Wasser vor allem auch Schutz. Sie sollen nach den traumatischen Erlebnissen so bald wie möglich wieder in Sicherheit und Geborgenheit leben können. Save the Children hat in Port-au-Prince und Jacmel insgesamt 32 Kinderschutzzentren eingerichtet. Für über 8.000 Kinder gibt es dort die Möglichkeit, zu spielen und zu lernen und damit zu beginnen, die schrecklichen Erlebnisse und ihre Trauer zu verarbeiten. Mein Engagement bei Save the Children Deutschland bietet mir die Chance, die Kinder in Haiti in dieser schweren Krisenzeit direkt zu unterstützen. Wichtig ist mir, dass wir diese Kinder auch nicht aus den Augen verlieren, wenn die mediale Aufmerksamkeit nachlassen wird.

In der aktuellen Berichterstattung unserer Kollegen aus Haiti stolpern wir immer wieder über Begriffe, die den Nichtkatastrophenfachmann schon einmal ins Grübeln bringen können. Eine Bezeichnung die man derzeit häufiger liest ist der sogenannte „Cluster Approach“.
Vor allem die sehr unkoordinierte und uneffektive Arbeitsweise verschiedener Hilfsorganisationen in Darfur 2004 gaben Anlass, die Einsätze der Hilfskräfte in akuten Notsituationen auf den Prüfstand zu stellen und neu zu ordnen.
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